Resilienz – gut gewappnet für den Umgang mit Stresssituationen

Resilienz

Sie kennen das bestimmt: Da gibt es diese eine Person im Freundeskreis oder unter den Kollegen, die so ziemlich alles, was ihr das Leben an Herausforderungen präsentiert, scheinbar locker wegsteckt, oder sich bessergesagt nicht so leicht entmutigen lässt. Widrigkeiten sogar als Chance zu innerem Wachstum begreift.
Wie macht er oder sie das? Die nicht gleich den Kopf in den Sand steckt, sondern durch schwierige Zeiten geht und Schicksalsschläge bewältigt, ohne ihre Zuversicht zu verlieren?

Diese Widerstandskraft, Krisen gut meistern und mit negativen Ereignissen sowie belastenden Situationen gut umgehen zu können, bezeichnet man als Resilienz – eine Fähigkeit, die sich positiv auf die seelische Gesundheit auswirkt.

Eine dickere Haut kann man sich zulegen

Die gute Nachricht ist, dass Resilienz nicht angeboren, sondern „erlernbar“ ist. Man kann den Begriff Resilienz auch als „Anpassungsfähigkeit“ übersetzen. Die Forschung hat gezeigt, dass Kinder, die in einem schlechten sozialen Umfeld aufwachsen, als Erwachsene dennoch ein erfolgreiches Leben führen können, wenn sie schon früh gelernt haben, selbst auf ihre Umwelt einzuwirken, sprich ihr Schicksal in die Hand zu nehmen, anstatt in einer passiven Haltung zu verharren. Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit zu erfahren, macht einen weniger verletzbar und innerlich stärker.

Dieser Ansatz wird vielleicht verständlicher, wenn man ihn auf den Klimawandel anwendet: Wenn die Menschen lernen, ihr Verhalten an die Folgen und Risiken der globalen Erwärmung anzupassen und damit umzugehen, können sie in der Zukunft größeren Krisen leichter vorbeugen.

In Bezug auf das Individuum betrachtet, kann das Risiko, an Depressionen oder Burnout zu leiden, mit den geeigneten Maßnahmen gesenkt werden.
Dazu zählen beispielsweise:

  • Ein gutes soziales Umfeld, sprich Freunde oder Kollegen, die verlässliche Ansprechpartner sind und auch in schwierigen Zeiten ihre Unterstützung anbieten.
  • Ein positives Selbstbild: Sich seine Erfolge und Stärken bewusst machen, und statt Herausforderungen als bedrohlich zu sehen, auf seine Fähigkeiten, Anforderungen erfüllen zu können, vertrauen.
  • Entspannungstechniken anwenden, z.B. bestimmte Atemtechniken, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Meditation und auch Sport zur Erleichterung in Stresssituationen.
Nach oben scrollen